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11.04.2017 - GSC-Damen belegen Platz 3 bei den Deutschen Meisterschaften
GSC-Damen belegen Platz 3 bei den Deutschen Meisterschaften
Faustball: GSC-Damen belegen Platz 3 bei den Deutschen Meisterschaften Ü30
8./.9.4.2017, Siegburg (Rheinland)

Zum Abschluss der Hallensaison hatten die Faustballer des GSC 09 noch einen Höhepunkt zu bestreiten, der es wirklich in sich hatte. Die Damen Ü30 hatten bei den Deutschen Meisterschaften in Siegburg die sehr schwere Aufgabe, den Vizemeistertitel aus dem Vorjahr zu verteidigen.

Dazu musste das Team am ersten Wettkampftag wenigstens die Qualifikation für die Endrunde erreichen. Das war bei der Vorrundengegnerschaft SV Moslesfehn, TSV Bardowick, TSV Niedernhall und TV Haibach alles andere als ein Spaziergang. Abgesehen von Haibach waren die anderen Mannschaften überwiegend mit aktiven Bundesligaspielerinnen besetzt. Und entsprechend eng ging es in vielen Sätzen dann auch zu.
Gegen den SV Moslesfehn gelang den Güstrowerinnen ein perfekter Start: Mit 11:8 und 11:7 konnten die ersten beiden Punkte relativ sicher eingefahren werden. Auch der TV Haibach war letztlich kein Stolperstein, auch wenn das Team aus Bayern nach dem glatten Verlust des ersten Satzes (3:11) im zweiten Satz nach klarer Güstrower Führung noch einmal herankam und ihn nur mit 9:11 abgab. Einen ähnlichen Verlauf nahm das dritte Vorrundenspiel des GSC. Im ersten Satz hatte der TSV Bardowick beim 5:11 keine echte Chance. Das änderte sich in Satz 2, in dem das Spiel ausgeglichen verlief. In der Endphase behielt der GSC dann aber doch die Oberhand und sichert sich mit dem 11:9 die nächsten beiden Punkte. Damit war das Minimalziel Qualifikation für die Endrunde zwar schon erreicht. Aber natürlich wollte die Mannschaft jetzt auch den Gruppensieg und damit die direkte Qualifikation für das Halbfinale. Das Problem war der TSV Niedernhall aus Baden-Württemberg. Bespickt mit mehreren früheren Nationalspielerinnen hatte es das Team bisher nicht geschafft, das Erreichen der Endrunde abzusichern. Also mussten sie gegen den GSC ein gutes Resultat erzielen. In der Folge dieser Situation entwickelte sich das beste Spiel der Vorrunde. Im ersten Satz konnte Niedernhall mit 11:8 die Oberhand behalten. Das wäre für den GSC noch zu wenig gewesen fürs Halbfinale. Aber lautstark unterstützt vom eigenen Fanblock drehten die Güstrowerinnen im zweiten Satz den Spieß um und gewannen diesen mit 11:8. Spätestens jetzt war klar: Güstrow spielt ganz vorne mit. Die GSC-Abwehr spielte nahezu perfekt und war kaum auszuspielen. Fast jeder Ball wurde von Svenja Riebe, Kathleen Ohloff, Katrin Rosenow oder Diana Mohns ins Spiel geholt. Und die Zuspiele von Juliane Karasz passten fast ausnahmslos und das bei den völlig verschiedenen Ansprüchen der beiden Angreiferinnen Antje Trautz und Diana Freiknecht. Und mit deren variantenreichen Angriffen hatten alle schwer zu tun.

Damit war der GSC für das Halbfinale gegen den SV Düdenbüttel zweifellos in der Favoritenrolle. Alle erwarteten den Finaleinzug des GSC. Und danach sah es dann lange Zeit auch aus. Nach dem 11:8 im ersten Satz führte der GSC im zweiten Satz mit 10:7 und hatte also zwei Matchbälle. Wer nach Klasseleistung so dicht vor dem Sieg steht, muss es normalerweise packen. Aber Sport ist eben manchmal anders. In der Absicht es besonders gut machen zu wollen, versemmelte Diana Freiknecht zwei Aufschläge und plötzlich hatte Düdenbüttel mit 11:10 Satzball. Güstrow konnte noch einmal ausgleichen. Aber der Spielfaden war komplett weg: Mit 11:13 musste der Satzausgleich hingenommen werden. Und den eigenen Spielfluss fand der GSC dann auch im Entscheidungssatz lange Zeit nicht. Erst beim Stand von 1:8 hatten sich die GSC-Frauen wieder gefangen und machten sich auf eine Verfolgungsjagd, die aber dann doch mit 5:11 endete. Der Finaltraum (oder auch mehr) war ausgeträumt.

Im Spiel um Platz 3 ging es dann aber noch um die Bronzemedaille. Wie im ersten Vorrundenspiel hieß der Gegner SV Moslesfehn. Und die Spielerinnen aus Niedersachsen wollten gegen den GSC und den Güstrower Fanblock diesmal erfolgreich sein. Das gelang ihnen nur phasenweise, weil der GSC einfach nichts zuließ. Dabei fing der GSC ohne Kapitän Juliane Karasz an. Die hatte sich vor allem im Halbfinale aufgerieben. Aber auf der Zuspielposition hat der GSC ein Luxusproblem. Das was Katrin Rosenow vornehmlich im ersten Satz spielte war Spitzenklasse. Vor allem Antje Trautz nahm ihre Zuspiele dankbar an und Moslesfehn hatte mit 4:11 das Nachsehen. Satz 2 wurde dann enger, weil Moslesfehn sich mit großem Kampfgeist besser ins Spiel brachte und auch mehr im Angriff riskierte. Jetzt war es aus Güstrower Sicht wichtig, dass Diana Freiknecht wieder mit einigen Service-Winnern dagegen halten konnte. Der letzte Punkt für Güstrow zum 11:9 war dann ein verunglückter Angriff der Moslesfehner, der in der Leine landete.
Den Güstrowerinnen war das dann aber auch egal. Der Jubel über die Bronzemedaille war riesengroß und sie war angesichts der Leistung der Mannschaft an den beiden Wettkampftagen auch mehr als verdient. Deutscher Meister wurde wie im Vorjahr der VfK Berlin, der im Finale Düdenbüttel sicher mit 2:0 (11:1, 11:7) bezwang.

Deutsche Meisterschaften Frauen Ü30, Endstand:
1. VfK 1901 Berlin
2. SV Düdenbüttel
3. Güstrower SC 09
4. SV Moslesfehn
5. TSV Niedernhall
6. SV Tannheim
7. Braschosser TV
8. SG Bademeusel
9. TSV Bardowick
10. TV Haibach


Mannschaftsaufstellung des GSC: Diana Freiknecht, Antje Trautz, Juliane Karasz, Kathleen Ohloff, Svenja Riebe, Katrin Rosenow, Diana Mohns



Wolfgang Rosenow


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